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Schnee Touren mit Hund

Schnee Touren mit Hund

Sei es mit Ski oder Schneeschuhen etwas abseits mit deinem Hund unterwegs zu sein ist für mich und die Hunde das Grösste. 
Es gilt aber immer zu beachten, dass man sich in der Natur mit grossem Respekt bewegt. Die Wald-Bewohner brauchen gerade im Winter sehr viel Ruhe und dürfen nicht gestört werden. Es gibt Wildruhezonen , aber auch ausserhalb dieser Zonen halten sich Wildtiere auf. Oberhalb der Waldgrenze ist es meist weniger problematisch.
Grundsätzlich empfiehlt es sich gerade in den Waldbereichen an die Skitouren und Schneeschuhrouten zu halten, da haben sich die Tiere bereits etwas daran gewöhnt, dass ab und an Menschen vorbei kommen.

Vorbereitung

Eine Skitour beginnt bei dir im Kopf. Wenn du mit deinem Hund auf Skitour oder Schneeschuhtour gehen möchtest gibt es neben dem Wetter und der Lawinensituation auch die Schneedecke bezüglich der Begehbarkeit zu beachten.
Geeignet sind:
  • Pulverschnee ca. 10cm max. 20cm tief (je nach Hundegrösse)
  • Tragfähige Schneedecke leichter Sulzschnee
Ungeeignet sind:
  • Bruchharst (Oberste Schneeschicht ist hart und bricht bei Belastung)
  • Lawinenschnee (Schnee der in Brocken nach einem Abgang liegen bleibt)
  • Pulverschnee tiefer als 20cm
Achtung: Schneekristalle können für Hundepfoten sehr scharf sein.

Routenwahl

Achte darauf  wenn du mit dem Hund auf Tour gehst, dass deine Tour deinem Partner angepasst ist. Es ist für den Hund eine wunderbare Sache wenn er Leistungsmässig nicht überfordert wird. 

Alter und Fitness des Hundes

Für junge sowie alte Hunde ist das absolut keine Empfehlung. Bei jungen Hunden können sehr früh kleine Angewöhnungsübungen gemacht werden.
Zuhause können bereits Vorbereitungen zum Transport in einem Schlitten oder auch das tragen auf den Schultern geübt werden.
Gerade das Tragen kann sehr hilfreich sein. Sei es wenn der Hund müde ist oder verletzt ist.

Verletzungsrisiko

Die Verletzungsgefahren beim Skitouren sind nicht zu unterschätzen, gerade wenn der Hund hibbelig oder bereits müde ist besteht die Gefahr das er zu nahe an die Sik's kommt. Dabei besteht die Gefahr, dass der Hund mit den messerscharfen Skikanten in Berührung kommt. Dadurch können ganz üble Verletzungen entstehen! 
Dann hilft meist nur noch ein entsprechender Verband und Abtransport ins Tal und zum Tierarzt. Wenn der Hund gewöhnt ist auf den Schultern mitzufahren hilft das sehr.

Gehe in Ruhe und mit viel Freude, der Weg ist das Ziel.

Drehe um wenn es am schönsten ist und warte nicht bis der Hund bereits Anzeichen von Müdungserscheinungen hat. Mache genügend Pausen. Lass deinen Hund nicht wild hin und her rennen, das braucht sehr viel Energie.
Falls dein Hund viel Schnee frisst, gib im Zuhause zum Schutz des Magens etwas Butter.
Mache immer wieder kleine Touren und achte auf deinen Hund wie er sich zeigt, steigere die Intensität der Touren nur langsam.
Achte auf die anderen Tourengänger, dein Hund darf diese nicht belästigen oder hinterher jagen.

Deine Fitness

Denke daran wenn du deinen Hund auf den Schultern hast, kommt zum Rucksack der ca. 8-10kg hat noch das Gewicht des Hundes dazu. Das auf und abladen des Hundes ist je nach Technik auch nicht ohne. Dh. du musst dann allenfalls die Abfahrt gleich durchziehen und das mit knapp 30kg auf dem Rücken.

Ausrüstung beim Hund

Die Schneeklumpenbildung kann je nach Schnee und Haarlänge des Hundes echt störend werden. Als Schutz kann Pferdeglanzspray vor der Tour aufgetragen werden, dieser hilft jedoch nur einige Stunden. Alternativ sind auch Schutzkleidungen möglich, diese muss jedoch gut passen. Das mit den Schneeschuhen für den Hund hat bei meinen Hunden leider nie funktioniert, die hatten nie gehalten. Die Haare gerade an den Füssen etwas zu kürzen hilft auch etwas.

Fazit

Mache kleine Touren – auch wenn dein Hund immer "Ja" sagt und immer mitkommt, achte auf die oben genannten Punkte.
Gehe mit viel Freude und Ruhe, geniesse jeden Schritt in der Natur.
Weitere Informationen oder Workshops zu den Themen findest du hier:

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