Stressmanagement

Ruhe ist alles

 Die Frage: "Wie viel Ruhe braucht meinHund?", höre ich selten bis nie. Meist kommen meine Kunden mit der Frage wie laste ich meinen Hund richtig aus.

 

Bitte nicht falsch verstehen, die richtige Auslastung zur richtigen Zeit gehört genau so zu einem ausgewogenen Leben dazu, nur meist wird mit einer Reizüberflutung gestartet und der Hund kann diese irgendwann nicht mehr verarbeiten. Kommt dann zusätzlich ein Reiz von aussen dazu, eskaliert es.

 

Was hat ein Hund mit einem Dampfkochtopf gemeinsam?

Der Hund funktioniert ganz ähnlich wie ein Dampfkochtopf. Wenn ich diesen mit kaltem Wasser auf den Herd setze und kräftig Feuer mache, dauert es eine ganze Weile und es passiert gar nicht's.

Wenn jedoch der Druck zu hoch ist, lässt dieser der Dampf ab.

Das Ganze kann nur beruhigt werden, wenn ich das Feuer aus- oder zurücknehme. In dem Moment wo ich wieder einheize, zischt es bereits nach kurzer Zeit.

Gehe ich mit einem Hund der bereits eine relativ hohe Trieblage hat raus und treffe auf einen Reiz ist die Wahrscheinlichkeit das es eskaliert sehr hoch.


Gut zu wissen

Hunde mit pessimistischen Haltern haben ein eher schlechtes Stressmanagement. Das hat eine Studie mit 132 Hunden an der Universität Wien ergeben. Auch die Geschlechterkombination von Mensch und Hund habe Einfluss auf das Stresslevel, sagte die Autorin der Studie, Iris Schöberl.

Die Kombination der Geschlechter von Mensch und Hund beeinflusst das Stressmanagement erheblich.

Bei Männer mit Rüden und Frauen mit Hündinnen sank der Kortisolspiegel im Schnitt am stärksten. Frauen mit Rüden haben diesbezüglich die schlechtesten Karten.

 

Dass sich Aspekte der menschlichen Persönlichkeit so stark auf Hunde auswirken können, liegt laut Schöberl daran, "dass wir ähnliche Persönlichkeitsstrukturen haben. Das ist auch der Grund, warum uns Hunde besonders gut lesen können", sagte die Forscherin.